Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Wenn ein multiples Myelom wiederkehrt
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Eine Dreifachtherapie kann Besserung bringen.
Wenn ein multiples Myelom nicht oder nicht mehr auf die bisherige Behandlung anspricht bzw. nach einiger Zeit wiederkehrt, kann womöglich eine Kombination aus drei verschiedenen Wirkstoffen helfen: einem Anti-CD38-Antikörper, einem Proteasom-Hemmer und einem Glukokortikoid. Darüber berichteten Wissenschaftler auf dem 25. Kongress der European Hematology Association im Juni dieses Jahres.
An der Phase III-Studie hatten 302 Patienten zwischen 33 und 90 Jahren teilgenommen, die zuvor bereits mit einer bis drei Therapien behandelt worden waren, deren multiples Myelom jedoch immer weiter voranschritt. Sie erhielten nun entweder eine Behandlung mit einem Proteasom-Hemmer und einem Glucocorticoid oder dazu noch einen neuen Anti-CD38-Antikörper. Die Therapie wurde so lange fortgesetzt, bis die Krankheit weiter voranschritt oder zu starke Nebenwirkungen auftraten.
Immuntherapie bei Hodgkin-Lymphom
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Wenn die autologe Stammzelltransplantation versagt und die Krankheit weiter voranschreitet.
Wenn eine Erkrankung am Hodgkin-Lymphom weiter voranschreitet, obwohl bereits eine autologe Stammzelltransplantation durchgeführt wurde bzw. eine solche gar nicht erst möglich ist, stehen nur noch begrenzt Therapieoptionen zur Verfügung. In einer solchen Situation kann unter Umständen eine Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker vorteilhaft sein, wie Wissenschaftler anlässlich der diesjährigen Jahrestagung European Hematology Association (EHA) von einer Studie berichteten.
Erfahrungsbericht zur Zusammenarbeit mit dem UKH
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Liebe Freunde, liebe Besucher,
heute möchte ich Euch anhand eines Beispiels erzählen, was auch SELBSTHILFE in meinen Augen bedeuten kann.
Ein 81-jähriger Patient hatte vor einigen Wochen mitten in der Nacht akuten rektalen Blutabgang. Es lief wie Wasser und da kommt natürlich berechtigterweise Angst auf. Er rief die Notfallnummer an und wurde durch den Notarzt umgehend in das nächstliegende Krankenhaus eingeliefert. Ein Arzt dieses kleinen Kreiskrankenhauses (Ort ist mir bekannt) welches sich in Sachsen befindet, führte in den folgenden Tagen eine Koloskopie durch. Beurteilung: Kein Tumornachweis.
Dieser Patient ist aus unserem Bekanntenkreis und so haben wir gemeinsam überlegt, was das beste Vorgehen für ihn nun wäre. Eine Zweitmeinung von einem erfahrenen Facharzt ist nun gefragt.
So habe ich Kontakt mit meinem Lebensretter Prof. Schmoll gesucht. Er hat sich ALLE vorliegenden Befunde incl. den Entlassungsbericht angesehen. Ich möchte den Kommentar hier nicht wortwörtlich wiedergeben, aber inhaltlich und fachlich müssen die Befunde eine Katastrophe gewesen sein. Die Ausdrucksweisen bzw. Begriffe waren nicht der Stil, der in großen Spitzenzentren Routine waren.
So riet mir Prof. Schmoll, dass ich umgehend Kontakt mit dem leitenden Oberarzt der Gastroenterologie des Universitätsklinikum Halle Prof. Zipprich aufnehmen soll. Augenblicklich schrieb ich Prof. Zipprich an, hing in der Mail alle vorliegenden Befunde an und bat ihn um seine Meinung. Termin war aufgrund von Corona etwas versetzt möglich. Prof. Zipprich fing mit einem Corona-Test an, der wie zu erwarten negativ ausfiel. Am kommenden Tag stand ambulant eine Koloskopie an. Schon eine Stunde später kam das Gespräch mit der ersten Beurteilung. Es ist definitiv ein bösartiger Tumor im Sigma zu sehen und zusätzlich wurden mehrere Polypen gekappt. Ein Termin für einen stationären Aufenthalt wurde bereits für die kommende Woche vereinbart.

Prof. Kleeff & Simone
Wenige Tage später lag er auf dem OP-Tisch. Der Patient wurde vom Prof. Kleeff, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie am Universitätsklinikum Halle, operiert. Dieser Eingriff erfolgte mit einer Schlüssellochtechnologie und ein Kolostoma war leider nicht unumgänglich. Zum Abschlussgespräch gingen wir zu dritt. Dem Patienten war es wichtig, dass sein Sohn und auch ich teilnehmen werden. Fast eine ganze Stunde hat sich Prof. Kleeff für uns Zeit genommen und alle Fragen beantwortet. Da ging es um den Tumorboard, um die Befunde, Nachsorge, tägliche Stomapflege etc.
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Erstes SHG-Treffen nach Coronaausbruch am 29.06.20
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Liebe Freunde, liebe Besucher,
nach langen vier Monaten fand vorgestern unser erstes Gruppentreffen statt. Wie sehr haben wir uns darauf gefreut. Selbstverständlich halten auch wir uns an die Vorgaben und organisierten unser Treffen mit 10 Mitgliedern unserer Selbsthilfegruppe.

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Neu am Universitätsklinikum Halle: CAR-T-Zelltherapie gegen Lymphdrüsenkrebs
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Das körpereigene Immunsystem spielt in der Bekämpfung von Krebs eine große Rolle. Besondere Bedeutung haben bestimmte Abwehrzellen, die sogenannten T-Zellen, weil sie Krebszellen erkennen und abtöten können. Ab Mitte des Jahres 2020 wird nun auch an der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Halle die sogenannte CAR-T-Zell-Therapie für Patientinnen und Patienten mit B-Zell-Lymphom, eine Form des Lymphdrüsenkrebses, und perspektivisch auch für Blutkrebs angeboten. Die CAR-T-Zelltherapie steht derzeit nur an ausgewählten Zentren zur Verfügung, die über ausreichend klinische Erfahrung mit Zelltherapien verfügen.
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- Antikörpertherapie bei B-Zelllymphom im Kindes- und Jugendalter
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