Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Zweite Pandemiewelle trifft Krebspatienten hart - Krebsinstitutionen richten dringenden Appell an die Bevölkerung
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Die Covid-19-Pandemie bringt die Kliniken in Deutschland an die Belastungsgrenze. Die Versorgung von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs ist dadurch deutlich beeinträchtigt. Immer mehr onkologische Eingriffe werden verschoben, diagnostische Untersuchungen und Nachsorge teilweise stark zurückgefahren. Die Corona Task Force von Deutscher Krebshilfe, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) warnt davor, dass ein weiteres Ansteigen der Corona-Neuinfektionen zu bedrohlichen Situationen für Krebspatienten führen kann und richtet einen Appell an die Bevölkerung: Wer sich vor Infektionen schützt, schützt auch Krebspatienten und Menschen mit anderen schweren Erkrankungen.
Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft.
Bereits mit dem Beginn der Corona-Pandemie hatten die Deutsche Krebshilfe, das DKFZ und die DKG eine Task Force eingerichtet, um die Versorgungssituation von Krebspatienten zu beobachten und zu analysieren
Unser Journal zum Thema „Corona“ ist fertig
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Liebe Freunde, liebe Besucher,
aus Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Allgemeinheit hat unsere Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (S.) zusammen beschlossen, momentan auf gemeinsame Treffen zu verzichten bzw. die direkten Kontakte so einzuschränken.
Deshalb sind wir zu dem Entschluss gekommen, unsere Erlebnisse zum Thema „Corona“ in unserem Journal Nr. 3 zusammen mit 3 Gastbeiträgen zu publizieren. Entstanden sind 9 Berichte von hämatologischen Patienten, sowie je ein Gastbeitrag aus der Sicht der Politik, der Ärzteschaft bzw. der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft zum heute so alltäglichen Thema Corona.
Zielgerichtete Therapie bei chronischer myeloischer Leukämie
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Unterbrechung unter bestimmten Umständen möglich, ohne Therapieeinbußen befürchten zu müssen.
Dank der Einführung der Therapie mit sogenannten Tyrosinkinasehemmern haben sich die Überlebensaussichten von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) erheblich verbessert. Jedoch wünschen sich viele Patienten, diese Therapie nicht lebenslang einnehmen zu müssen – auch, weil sie mit Nebenwirkungen wie Fatigue und Durchfall einhergehen kann. Eine Unterbrechung der Behandlung ist offenbar unter bestimmten Umständen möglich, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Oncology berichteten.
In der Studie wurden die Daten von 172 erwachsenen Patienten im Alter von 21 bis 86 Jahren ausgewertet, die zwischen 2014 und 2016 wegen CML behandelt worden waren. Alle befanden sich in der chronischen Phase einer CML und wurden mit einem Tyrosinkinasehemmer behandelt. Bei allen wurde nach einer gewissen Behandlungszeit die Therapie vorläufig beendet.
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Krebstherapie: Erhöhtes Sterberisiko durch Behandlungsverzögerung
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Bei Krebs ist der Zeitpunkt von Diagnose und Therapie entscheidend, wie erfolgreich der Tumor behandelt werden kann. Zu welchen Problemen es kommt, wenn die Pandemie Kliniken an Grenzen bringt und Betroffene verängstigt, zeigen nun Wissenschaftler auf.
Kingston. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden weltweit viele nicht dringliche Operationen und Behandlungen verschoben. Gerade für Krebs-Patienten könne dies allerdings schwerwiegende Folgen haben, warnen nun kanadische und britische Mediziner (BMJ 2020; online 4. November).
Schon ein Monat Verzögerung in der Krebstherapie könne das Sterberisiko um drei bis 13 Prozent erhöhen, so das Fazit der Wissenschaftler – und es wachse umso mehr, je später die Behandlung beginne. In Deutschland sei das Problem bisher wohl nicht allzu bedeutsam, weil während der ersten Infektionswelle im Frühjahr vor allem nicht zwingend nötige Eingriffe wie Hüft-Operationen verschoben wurden, kaum lebensnotwendige wie Krebs-Operationen. Doch verzögern kann sich eine Op oder Therapie auch aus einem anderen pandemie-bedingten Grund.
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Versorgungsnahe Daten: Mehr Dialog mit Patienten!
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2020
Eine stark personalisierte Krebsversorgung braucht flexible Forschungsstrukturen, um Nutzen und Schaden von Therapien zügig abzuschätzen. Versorgungsnahe Forschung hat es aber weiterhin schwer. Weil der Patient nicht ernst genommen wird?
Berlin. Die Frequenz, mit der innovative Therapien in der Onkologie eingeführt werden, ist hoch. Für Gesundheitssysteme mit ihren Zulassungsprozederes und Nutzenbewertungsbürokratien erwächst daraus ein Dilemma: Einerseits sollen neue Therapien möglichst zügig den Patienten zugutekommen. Andererseits gilt es, möglichst „harte“ Evidenz zu schaffen, und zwar Evidenz einer Art, die auch das widerspiegelt, was die Krebspatienten sich tatsächlich von einer Therapie erwarten.
Um die Bewertung innovativer Medikamente in Zeiten starker Ausdifferenzierung onkologischer Erkrankungen zu flexibilisieren, setzen Krebsexperten und mittlerweile auch Teile der Politik auf eine versorgungsnahe Datenauswertung, die den klassischen Weg zur klinischen Evidenz, die randomisierte, kontrollierte Studie, nicht ersetzt, sondern flankiert.
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