Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Das Immunsystem gegen Krebs einsetzen im Uniklinikum Ulm
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2019
Maßgeschneiderte Immuntherapien bieten Onkolog*innen eine vielversprechende neue Waffe im Kampf gegen den Krebs. Seit Anfang 2019 bietet die Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Ulm die Behandlung mit CAR-T-Zellen an. Für junge Erwachsene mit Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) sowie Erwachsene mit aggressiven Lymphomen steht damit eine neue Therapie zur Verfügung, die sich die körpereigene Abwehr zunutze macht, um die Krebszellen zu zerstören. Kürzlich wurde die erste CAR-T Zelltherapie bei einem Patienten mit aggressivem Lymphom durchgeführt.
Eigentlich ist das menschliche Immunsystem mit den T-Zellen, einer Gruppe weißer Blutzellen, mit fähigen Abwehrmechanismen ausgestattet. Durch diverse molekulare „Tricks“ entziehen sich jedoch Krebszellen im blutbildenden oder lymphatischen System den T-Zellen: ein großes Problem in der Krebsbehandlung.
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Kassen müssen für Erhalt der Fruchtbarkeit bei jungen Krebspatienten zahlen
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2019
Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat der Bundestag Forderungen von Ärzten und Patienten, vor allem von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs (DSfjEmK) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) aufgegriffen. Nach dem neuen Absatz 4 in § 27a Sozialgesetzbuch V haben Versicherte sowohl Anspruch auf die Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen oder von Keimzellgewebe als auch auf die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen. Das betrifft Patienten, deren Behandlung mit einer keimzellschädigenden Therapie medizinisch notwendig erscheint.
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CLL: Kombination aus Ibrutinib und Venetoclax beseitigt Krebszellen aus dem Knochenmark
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2019
Houston – Eine Kombinationsbehandlung mit den beiden oral verfügbaren Wirkstoffen Ibrutinib und Venetoclax, die derzeit nur zur Monotherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) eingesetzt werden, hat in einer Phase-2-Studie im New England Journal of Medicine (2019; 380: 2095-2103) häufig komplette Remissionen erzielt, die mit einer Beseitigung der Tumorzellen aus dem Knochenmark verbunden waren.
Ibrutinib und Venetoclax, die beide zur Behandlung der CLL zugelassen sind, haben unterschiedliche Angriffspunkte. Ibrutinib hemmt die Bruton-Tyrosinkinase, die Signale des B-Zell-Rezeptors weiterleitet und die Zelle damit gegen Wachstumsimpulse abschottet. Venetoclax kann als BCL2-Inhibitor eine Apoptose, also einen gezielten Zelltod, auslösen. Präklinische Studien haben gezeigt, dass die Kombination beider Wirkstoffe Synergieeffekte erzielen könnte, ohne dass es zu einer Zunahme der Toxizität kommt.
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Bessere Aussichten bei ZNS-Lymphom
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2019
Dank neuer therapeutischer Optionen sind die Überlebensaussichten bei ZNS-Lymphomen offenbar gestiegen.
Lymphome (Lymphdrüsenkrebs), die im Zentralen Nervensystem (ZNS) entstehen, sind eine selten vorkommende Form von Non-Hodgkin-Lymphomen, die sich oft sehr aggressiv verhalten. Dank moderner Kombinationschemotherapien und Immuntherapien haben sich die Aussichten für die Betroffenen verbessert, wie Wissenschaftler aus Österreich in der Fachzeitschrift Acta Oncologica berichteten.
1. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz in Halle am 18.05.19
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2019
Liebe Freunde, liebe Besucher,
am gestrigen Tag gab es die 1. Mitteldeutsche Selbsthilfekonferenz mit einem sehr guten Programm und vielen Akteuren. Unter dem Motto „Wir hilft . Selbsthilfe verbindet“ folgten dankbare Patienten, Selbsthilfegruppen bzw. Vereine aus den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Zusammen mit Andreas und Mario aus unserer Selbsthilfegruppe beantworteten wir viele Fragen von Besuchern an unserem Infostand.

Es gab bei der Veranstaltung ein Forum zum Thema „Digitalisierung (in) der Selbsthilfe“. Selbstverständlich entschied ich mich zwischen vielen Foren die angeboten wurden, für die Digitalisierung. Die Teilnehmer bekamen Impulse zur datensensiblen Kommunikation und möglichen Gefahren aufgezeichnet. Es gab Tipps zu datensicheren Alternativen und Fragestellungen wurden ausdiskutiert. Ich habe mich auch zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass der digitale Gesundheitsassistent von „Vivy“ nicht das ist, was wir Patienten wollen. Schaut Euch an, wer wirklich dahintersteckt und habt den Mut zum NEIN-sagen.
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